Forschungsprojekt INFOPAT

PEPA einem Praxistest unterzogen

Beim Selbsthilfetag 2015 hatten Interessierte die Möglichkeit, die im INFOPAT-Projekt entwickelte persönliche, einrichtungsübergreifende elektronische Patientenakte (PEPA) auszuprobieren. Einen Kurzbericht finden Sie hier.

Selbsthilfe an Modellprojekt beteiligt

Logo INFOPAT

INFOPAT steht für „Informationstechnologie für die patientenorientierte Gesundheitsversorgung in der Metropolregion Rhein-Neckar“.

Die Selbsthilfe der Region ist einer von 27 Projektpartnern in diesem auf 4 Jahre angelegten und  vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Modellprojekt. Die Projektlaufzeit begann 2012.

Ziel ist, eine persönliche, einrichtungsübergreifende elektronische Patientenakte (PEPA) zu entwickeln, die es Patientinnen und Patienten ermöglicht, ihre Behandlung damit zu steuern, die verschiedenen an der Versorgung Beteiligten zu koordinieren und Unterstützung im Umgang mit ihrer Erkrankung zu erhalten. 
Schwerpunktmäßig wird dies für Diabetes und Darmkrebs entwickelt und getestet, Ziel ist die Ausweitung auf andere Krankheitsbilder, aber auch andere Regionen.

Die Regionalen Arbeitsgemeinschaften der Selbsthilfegruppen in Mannheim sowie Heidelberg / Rhein-Neckar begrüßen die Entwicklung solcher Versorgungsmodelle unter Patientenbeteiligung ausdrücklich.

Das Heidelberger Selbsthilfebüro und der Gesundheitstreffpunkt Mannheim vertreten als Dach der Selbsthilfegruppen in der Region bei INFOPAT die Interessen von Betroffenen. 
Die Projektleitung für den Bereich Selbsthilfe hat die Soziologin Christina Reiß übernommen, die über jahrelange Erfahrung im Bereich der Selbsthilfe, des Gesundheitswesens und einem interdisziplinären Forschungsprojekt verfügt. Darüber hinaus ist der Arzt Dr. Gökce Karakas, langjähriger Mitarbeiter der Patientenberatung Rhein-Neckar beim Gesundheitstreffpunkt Mannheim, am Projekt beteiligt.

Patientenbeteiligung erfolgt

  • durch den Beirat der Selbsthilfe, Patientinnen und Patienten im Projekt INFOPAT:„PEPAmünd – Mündige Patienten reden mit“.
    Im Frühjahr 2013 wurde dieses Gremium gegründet, über das die Erwartungen, Befürchtungen und Anregungen von Patientinnen und Patienten sowie im Gesundheitswesen Engagierten bei der Entwicklung der PEPA eruiert und in das Gesamtprojekt eingespeist werden. Bei der Besetzung des Beirats wurde darauf geachtet, die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar abzudecken. Es werden jeweils Projekt-Meilensteine in den Sitzungen vorgestellt und mit den beteiligten Wissenschaftler/innen diskutiert.
  • durch Vermittlung interessierter Patientinnen und Patienten für Studien im Rahmen des Projekt).

 

 

Informationen zu INFOPAT:

Wo können Betroffene mitwirken?

In Teilprojekten finden Befragungen und Praxistests in verschiedenen Phasen statt:

Phase 1: In Gruppendiskussionen wurden 2013 bis 2015 Erwartungen, Anforderungen, Befürchtungen und Hindernisse für die PEPA erforscht. Die Ergebnisse werden in ein Anforderungsprofil an die Technikpartner überführt, nach dem die Prototypen entwickelt werden können.

Phase 2: Ab 2015 werden diese Prototypen getestet. Interessierte Patientinnen und Patienten können sich für die Testphase bewerben und mittels eines Fragebogens Rückmeldung geben.

Beim Selbsthilfetag 2015 bestand die Möglichkeit, die PEPA zu testen.

 

(CR)

 

 

Letzte Änderung: 01.12.2015