Mitarbeit bei HeiCuMed, der Medizinerausbildung am Universitätsklinikum Heidelberg

Aus dem Seminar.

Selbsthilfe-Projekt „Arzt-Patient-Selbsthilfegruppe“

Im Rahmen der Medizinerausbildung der Universitätsklinik Heidelberg „HeiCuMed“ findet nunmehr im 9. Semester ein als Pilotprojekt gestartetes Pflichtfach statt: 15  Selbsthilfegruppen aus Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis nehmen teil am Interdisziplinären Unterrichtskonzept „Arzt-Patient-Selbsthilfegruppe“, das seit Herbst 2012 angehenden Medizinern Einblicke in die Selbsthilfe ermöglicht. Informationen hier

Die Kooperation war möglich geworden durch die Zertifizierung des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) zum „Selbsthilfefreundlichen Krankenhaus“ im Sommer 2012.
Aktive aus Selbsthilfegruppen zu verschiedenen Krankheitsbildern beteiligen sich mit 15 Terminen an der Ausbildung der Studierenden. Dabei geht es einerseits um Übungen zur Anamnese an quasi „richtigen“ Patienten . Lange Diagnosewege, die diese zurückgelegt haben, interessieren die Studierenden dabei ebenfalls. Zum anderen ist Ziel des Projekts, die jungen Medizinerinnen und Mediziner auf die Selbsthilfe aufmerksam zu machen, Strukturen und Inhalte von Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen zu erläutern und sie zu motivieren, den Selbsthilfegedanken in ihre spätere Berufspraxis einzubeziehen.

Weitere wissenschaftliche Informationen finden Sie hier (Abstractbuch der 22. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) und der 65. Arbeitstagung des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin (DKPM) - DKPM-Kongress 2014).


Die beteiligten Selbsthilfegruppen sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit.  Auch die Studierenden profitieren von dieser Kooperation. Das Projekt wird fortlaufend ausgewertet und dauerhaft durchgeführt.
Die Koordination seitens des Heidelberger Selbsthilfebüros liegt bei Marion Duscha, zuständig seitens der Universitätsklinik Heidelberg ist PD Dr. Jobst Hendrik Schultz, HeiCuMed Innere Medizin.

Foto: Medienzentrum Universtitätsklinik Heidelberg.

 

(MD)


Letzte Änderung: 20.12.2016