Filmveranstaltungen mit Selbsthilfegruppen

Filmveranstaltungen mit Selbsthilfegruppen

„Veronika beschließt zu sterben“: Kinofilmmatinee im Oktober 2018

Filmplakat

Die Verfilmung von Paulo Coelhos Bestseller-Roman „Veronika beschließt zu sterben“ erzählt die Geschichte der 24-jährigen Veronika, der es anscheinend an nichts fehlt und die sich dennoch entschließt, einen Suizid zu begehen. Der Versuch scheitert und sie wird in die Psychiatrie eingewiesen. Hier prognostizieren die Ärzte ihr, dass sie an einer unheilbaren Erkrankung leidet und bald sterben wird. Angesichts der ihr noch verbleibenden Zeit erlaubt sich Veronika, endlich so zu sein, wie sie es für richtig erachtet. Ein weiteres zentrales Thema dieser Verfilmung ist die Verrücktheit und ihr paradoxes Verhältnis zur Normalität.

„Gestresste Gesellschaft-was tun?“ war das letztjährige Motto des Welttages der seelischen Gesundheit.
In der Einführung von Frau Dr. Regina Schmitt, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, wurde deutlich, dass das Thema um Suizid ein aktuelles Thema ist. Sie erlebte dies selbst hautnah am Morgen vor dem Kinofilmmatinée in ihrer Arbeit. Oft ist der Suizid oder der Suizidversuch eine Folge einer psychischen Erkrankung, beispielsweise einer Depression. Frau Dr. Schmitt ermutigte Betroffene zu rechtzeitiger  therapeutischer Hilfe oder medikamentöser Behandlung. Herr Ton-Vinh Trinh-Do, Diplom-Sozialpädagoge und Leiter des Psychoseseminars in Ludwigshafen, betonte, wie wichtig das gemeinsame Gespräch von Betroffenen, Angehörigen, Therapeuten und Medizinern bei diesem Thema ist.

Das Kino war bis auf den letzten Platz gefüllt. Viele Interessierte kamen bereits eine Stunde vorher, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Zeit während der Pause und vor allem anschließend an die Veranstaltung wurde auch zum regen Austausch genutzt. Acht Menschen, die gehörlos sind, nahmen an dieser Veranstaltung teil.

Diese wurde gefördert von der Stadt Heidelberg und der BKK Landesverband Süd.

 „Am seidenen Faden“: Leben nach einem Schlaganfall

Am 16.01.18 veranstaltete das Heidelberger Selbsthilfebüro gemeinsam mit dem Kommunalen Behindertenbeauftragten des Rhein-Neckar-Kreises, Patrick Alberti, einen Film- und Diskussionsabend  zum Thema Schlaganfall in Sinsheim.

Das Veranstaltungsteam

Anette Bruder vom Heidelberger Selbsthilfebüro und Patrick Alberti freuten sich, auch durch die freundliche Unterstützung der Barmer GEK und der Volkshochschule Sinsheim die rund 60 Besucher/-innen im Citydome Sinsheim zu begrüßen. Der Oberarzt der Neurologie am Uniklinikum Heidelberg und der GRN-Klinik Sinsheim, Dr. Christoph Gumbinger, führte mit einem kurzen Vortrag unter anderem über die wichtigsten Anzeichen eines Schlaganfalls in die Thematik ein. Der fast zweistündige Dokumentationsfilm „Am seidenen Faden – Schicksal Schlaganfall: Die Geschichte einer jungen Liebe im Ausnahmezustand“ zeigte dann, wie ein junger Musiker, der mit 33 Jahren einen Schlaganfall erleidet, sehr abrupt aus seinem bisherigen Leben gerissen wird. Seine Frau Katarina Peters, die Regisseurin, hält die Bewältigung der schwierigen Zeit nach dem Ereignis auf Kamera fest.
Im Anschluss diskutierten der Betroffene Leo Imhof, Vorsitzender des Schlaganfallforum e.V. und Selbsthilfegruppe Sinsheim, Yelda Ersoy, Vertreterin der türkischen Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Sinsheim und Dr. Christoph Gumbinger unter Beteiligung des Publikums.  Es wurde deutlich, dass die Unterstützung durch Angehörige sowie der Austausch mit anderen Betroffenen neben der medizinischen Versorgung für die Bewältigung eines Schlaganfalls von zentraler Bedeutung sind.

 
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