Selbsthilfetag

2019

Wir sind da – ein Tag im Zeichen der Selbsthilfe

„…niemand muss genau wissen, wie alles geht
es geht vielmehr um die Geschichte, die jede Einzelne von uns erzählt
und um Andere, die mitfühlen, nachvollziehen und verstehen“

So lauten sehr treffende Zeilen zur Selbsthilfe aus einem Text des Heidelberger Autors Philipp Herold, mit dem er die Eröffnung des 14. Selbsthilfetags am 5. Oktober bereicherte.

Bürgermeister Dr. Gerner bei der Eröffnung
Bürgermeister Dr. Gerner bei der Eröffnung, Foto: Andreas Keil

Auch Bürgermeister Dr. Joachim Gerner würdigte in seinem Grußwort die Selbsthilfe als unverzichtbaren Baustein des bürgerschaftlichen Engagements. Anette Bruder vom Heidelberger Selbsthilfebüro begrüßte zahlreiche Kooperationspartner aus dem Sozialwesen und der Politik und dankte für die Unterstützung durch Stadt, Sparkasse Heidelberg und gesetzliche Krankenkassen.

Das Heidelberger Selbsthilfebüro und die Regionale Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen hatten gemeinsam mit Aktiven aus der Selbsthilfe die große Veranstaltung organisiert: An über 50 Ständen präsentierten sich Selbsthilfegruppen aus Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis. Thematisch waren chronische Erkrankungen ebenso vertreten wie Süchte und Gruppen zur seelischen Gesundheit. Auch Initiativen und Kooperationspartner informierten vor Ort: Etliche Mitglieder des neu gewählten Beirats von Menschen mit Behinderung der Stadt Heidelberg stellten sich vor. An einem Stand berieten Mitarbeiterinnen der Betreuungsbehörde zu Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung, und die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung informierte über ihr Beratungsangebot.

In den gut besuchten Vorträgen konnten sich die Besucherinnen über breit gefächerte Themen informieren: Prof. Marie-Luise Dierks von der Medizinischen Hochschule Hannover klärte in ihrem Beitrag über Gesundheitsinformationen im Internet darüber auf, wie gut „Dr. Google“ ist. Über wohlwollende Kommunikation sprach Rita Geimer-Schererz und besonderes Interesse weckte der unterhaltsame Vortrag des Psychologen Hans-Günther Nobis über Schlaf und Träume. Aber auch parallel stattfindende Workshops zum neuen Bundesteilhabegesetz oder zu spezifischen Erkrankungen wie bipolarer Störung und Essschwierigkeiten fanden guten Anklang.

Nicht zuletzt sorgten das offene Ambiente im Foyer des Hörsaalzentrums Chemie, ein gutes Angebot an Essen und Trinken, vor allem aber die schönen, offenen Gespräche an den Ständen für einen gelungenen Tag.

Impressionen

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