Die Finanzierung des Selbsthilfebüros

 

Selbsthilfeförderung

Förderung von Selbsthilfegruppen
Selbsthilfegruppen können von verschiedenen Seiten finanzielle Unterstützung für ihre regelmäßigen, selbsthilfebezogenen Aufgaben wie auch für Projekte erhalten. Sie müssen dafür bestimmte Kriterien erfüllen, beispielsweise mindestens 6 Mitglieder haben, für Neue offen sein etc.

Es gibt in unserer Region drei wesentliche Fördermöglichkeiten für Selbsthilfegruppen:

Eine Übersicht über die Fördermöglichkeiten finden Sie hier. Die dafür notwendigen Antragsformulare finden Sie ebenfalls dort.
Wenn Sie Fragen haben oder eine ausführliche Beratung möchten, wenden Sie sich an Sabine Popp, info@selbsthilfe-heidelberg.de um einen Termin zu vereinbaren.

Die Stadt Heidelberg fördert Selbsthilfegruppen seit Anfang der 90er Jahre. Antragsfrist ist der 30. Juni des laufenden Jahres.

Es gibt eine institutionelle und eine Projektförderung. Mit Hilfe der Rahmenrichtlinien können Sie sich einen Überblick verschaffen.

Die institutionelle Förderung wird als Zuwendung zur Deckung von Aufwendungen gewährt. Sie umfasst im Wesentlichen die Basisarbeit der Selbsthilfegruppen. Hierunter fallen z.B. Miete, Telefon, Fahrtkosten, Fortbildungen etc.
Hier finden Sie das Antragsformular mit Kommentaren als Hilfestellung zum Ausfüllen.

Die Projektförderung wird zur Deckung von Aufwendungen eines bestimmten, zeitlich und inhaltlich begrenzten Projekts gewährt.
Bitte verwenden Sie die elektronischen Anträge der Stadt Heidelberg zum Ausfüllen am PC.
Diese finden Sie hier:

Bitte beachten Sie die beiden Möglichkeiten zum Nachweis: Der  Verwendungsnachweis für die institutionelle Förderung sowie  der Verwendungsnachweis für die Projektförderung. Sie helfen Ihnen dabei einzuschätzen, worauf Sie bei der Zusammenstellung der Ausgaben achten sollten.

Ansprechpartnerin bei der Stadt Heidelberg:
Anette Dietz, Bergheimer Str. 155, 69115 Heidelberg
Tel. 06221 / 58 38 190
E-Mail: anette.dietz@heidelberg.de

Seit 2020 gelten neue Vorgaben hinsichtlich der Vergabe der Fördermittel. Der Gesetzgeber hat den §20h SGB V neu gefasst und die Aufteilung der Fördermittel verändert. Für die Selbsthilfeförderung hat dies zur Folge, dass zukünftig 70% der Fördermittel für die kassenartenübergreifende Pauschalförderung zur Verfügung stehen und 30% für die kassenindividuelle Projektförderung.

Zahlreiche Informationen finden Sie auf der Homepage der gesetzlichen Krankenkassen Baden-Württembergs unter: gkv-selbsthilfefoerderung-bw.de

Sie finden dort auch immer aktuelle Formulare oder Ansprechpersonen und den Leitfaden, der die Förderung umfassend regelt.

1. Pauschalförderung
Gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppen können eine finanzielle Unterstützung der regelmäßig selbsthilfebezogenen Aufgaben durch die gesetzlichen Krankenkassen erhalten.
Sie können einen Antrag zur Pauschalförderung stellen und diesen bis zum 31. März beim Heidelberger Selbsthilfebüro oder beim Gesundheitstreffpunkt Mannheim einreichen. Beide Kontaktstellen beraten bei Fragen zur Förderung. Das Einzugsgebiet umfasst Heidelberg, Mannheim, den Rhein-Neckar-Kreis und den Neckar-Odenwald-Kreis.
Bitte beachten Sie bei der Antragstellung auch die Kontoanforderungen.

Neue Selbsthilfegruppen, können bis 31. Oktober des laufenden Jahres eine Anschubfinanzierung (bis 500 €) beantragen.
Die Pauschalförderung wird als finanzielle Unterstützung der regelmäßigen selbsthilfebezogenen Ausgaben verstanden. Sie finden eine Auflistung der möglichen Föderbereiche auf der Seite der GKV. Welche Aufwendungen nicht darunter fallen, finden Sie hier.
Zur Unterstützung beim Ausfüllen des Antrages gibt es das Merkblatt mit Ausfüllhilfe. Das finden Sie hier.
Die zweckmäßige Verwendung der Fördermittel ist bis spätestens zum Folgeantrag abzugeben.

Bis zu einer Fördersumme von 799 € reicht eine vereinfachte Form des Nachweises aus: die Verwendungsbestätigung.
Ab 800 € ist der Verwendungsnachweis mit Auflistung der jeweiligen Beträge wie auch mit einem kurzen Sachbericht einzureichen.


2. Projektförderung der örtlichen Krankenkassen
Projektanträge können bei den Krankenkassen von Januar-Dezember gestellt werden.

Hier geht es um gezielte Projekte und zeitlich sowie inhaltlich begrenzte Vorhaben. Es sind Aktivitäten, die über die regelmäßigen Aufgaben und das normale Maß der Selbsthilfearbeit hinausgehen.

Sie sollen – im Rahmen der Selbsthilfearbeit –  besonders dazu beitragen, die Situation der Betroffenen und deren Angehörigen zu verbessern sowie gesundheitliche Ressourcen zu stärken.

Beispiele für Projekte:

  • Veranstaltungen z.B. Gesundheitstage, Symposien, Patiententage, Angehörigentreffen, Fachtage, Selbsthilfetage, Jubiläumsveranstaltungen
  • Plakataktionen, Werbespots
  • Besondere Kursangebote oder Workshops für die ganze Gruppe
  • Wochenendseminare für Betroffene und Angehörige
  • Themenspezifische Fachveranstaltungen im Rahmen von Gremiensitzungen

Sie können Antragsformulare direkt bei den Krankenkassen beziehen sowie mögliche Förderschwerpunkte erfahren.

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung hat die Grundsätze zur Selbsthilfeförderung redaktionell überarbeitet: Hier finden sie den aktuellen „Leitfaden des GKV Spitzenverbandes“.

Selbsthilfegruppen können eine Förderung des Rhein-Neckar-Kreises erhalten. Eine Voraussetzung ist, dass mindestens 10 Mitglieder der Selbsthilfegruppe aus dem Rhein-Neckar-Kreis kommen.

Der Antrag muss bis zum 30. Juni des jeweiligen Jahres im Heidelberger Selbsthilfebüro eingereicht werden. Ein Vergabeausschuss aus gewählten Mitgliedern der Selbsthilfegruppen entscheidet über die Anträge und gibt eine Empfehlung an den Rhein-Neckar-Kreis ab. Von dort erfolgt dann die Bewilligung, der Nachweis für die Förderung muss bis März des Folgejahres an das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis erfolgen.

Für die Förderung aller Gruppen stehen jährlich 5.000 € zur Verfügung.

Förderantrag zum Herunterladen

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